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Laudatio

des ehemaligen Wehrleiters Rainer Dubois anlässlich der Verabschiedung von Wolfgang Breutigam und Bernd Fischer

 

„Unser Herzog hat uns wohl bedacht,
Bier und Branntwein uns mitgebracht
Musikanten zum Spielen, . . . . „

 

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

liebe Kameradinnen und Kameraden!

 

diese Textpassage aus dem Lied „Die lust´gen Hannoveraner“ kennen nicht nur die Niedersachsen, sondern auch die Hordorfer, die, ganz selbstbewusst, aus den lust´gen Hannoveranern die lust´gen Hordorfer gemacht haben!

Und lustig können Sie auch sein, vor allem mit Musik.

So gab es bis 1939 den Spielmannszug des Schützenvereins, der durch den zweiten Weltkrieg ein jähes Ende fand.


 


1958 gründete der Kamerad Karl Wöbbecke den Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr.

Im Jahre 1962 trat Wolfgang Breutigam dem Spielmannszug bei.

Nach der überraschenden Aufgabe des Kameraden Wöbbecke,

übernahm auf die Initiative des Wehrleiters Karl Hickmann hin, Wolfgang Breutigam die Stabführung.


Und nach nunmehr gut 50 Jahren legt er den Tambourstab zur Seite.

50 Jahre Leiter des Spielmannszuges!


 


Als Wolfgang als Pfeifer anfing hieß es noch:

„Wer in die Feuerwehr geht, der muß auch in den Spielmannszug!“

Zu jener Zeit war das auch kein Problem, denn die meisten Kameraden waren vor Ort beschäftigt und der Personalbestand groß.

In der gesamten Zeit seiner Tätigkeit kam es aber auch zu einschneidenden, gesellschaftlichen Veränderungen.

Seit Ende der 1980er Jahre wurden durch Schule, Ausbildung, Studium und Arbeit Verhältnisse geschaffen, welche ein Umdenken in den vorhandenen Strukturen nötig machten.

 

Daraus resultierend wurde es schon schwieriger, die Mannschaft an sich zusammen zu halten, geschweige denn einen Klangkörper zu formen.

Nun ja, viele kamen hinzu, einige sprangen wieder ab.

Dazu muss man aber bedenken, wenn man eine Sache vorantreibt, bleibt auch so mancher „Konflikt“ nicht aus.

Aber durch seine gezielte und strukturierte Ausbildung war es Wolfgang möglich, um es mal überspitz darzustellen, selbst mit einer Pfeife und einer Trommel los zu marschieren.


 

Apropos Trommel!


Wie heißt es bei den „Hannoveranern“ in der 3. Strophe?

„Es hat sich das Trömmlein
schon zweimal gerühret, gerühret
schon zweimal gerühret.
Nun heißt es marschieret . . . „


 

 

Der unbekannte Komponist dieses Liedes muß 1813 bereits den Kameraden Bernd Fischer vor Augen gehabt haben!

Nachdem er bereits ab Mitte der 1960er Jahre an der Puschkinschule als Trommler agierte, an Wettbewerben bis hin zu DDR-Meisterschaften teilnahm und sich in den Anfangsjahren auch schon mal mit der Trommel die Knie wundgescheuert hatte, kam er 1976 in die Feuerwehrwehr und hatte auch erfahren, Feuerwehr gleich Spielmannszug.

Bernd bildete im Laufe seines Musikerlebens neben seiner aktiven Tätigkeit als Musiker, auch neu hinzugewonnene Trommler aus, was für Ihn kein Problem darstellte, da er doch, wie bereits geschildert, musikalisch geprägt war.

 

Aber noch etwas Gutes konntest Du beitragen!

Durch Deine ruhige und gelassene Art bildetest du das „Gegenstück“ zu dem manchmal NUR etwas laut sprechenden Wolfgang.


 

Auch du, lieber Bernd legst nach rund 40 Jahren die Trommelstöcker zur Seite.


 

Bei Euch beiden kommt mir noch ein ganz anderer Gedanke.

 

Ihr beide steht, bezogen auf den Spielmannszug, zusammengerechnet seit 94 Jahren für Idealismus, Überzeugung und vor allem aber auch Verantwortung.

 

Mein lieber Wolfgang, Du betratest die BÜHNE 1962 zum ersten Mal, und Du, lieber Bernd 1976.

 

Und heute betretet ihr beiden gemeinsam diese BÜHNE zum letzten Mal.

 

Deshalb ist heute, am 19. November 2016, ein ganz besonderer Tag.

 

 

Heute ist nämlich EUER TAG

 

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