Bürgerinitiative vs. Windpark, 2017

 

Nach den Ereignissen der Eingemeindung unseres Ortes Ende der Neunziger Jahre wurde nun zum zweiten Mal in der jüngeren Geschichte Hordorfs eine Bürgerinitiative ins Leben gerufen.

 

WORUM GEHT ES?


Seit den Januartagen des neuen Jahres formiert sich heftiger Widerstand in Hordorf. Dieser richtet sich gegen den geplanten Bau einer Windkraftanlage unmittelbar vor den Toren des Dorfes, mit ca. einem Kilometer Abstand zur Ortschaft.

Wie von den Initiatoren der Initiative mitgeteilt wurde, erfuhren einige Mitglieder des Hordorfer Ortschaftsrates Ende des vergangenen Jahres eher zufällig, dass von der Regierung im Rahmen neuer Entwicklungspläne Grundstücke nahe Hordorf zur Nutzung von Windenergie ausgewiesen wurden.

Es handelt sich um 12 Anlagen mit bis zu 230 Metern Höhe.

 

Verschiedene Windparkbetreiber versuchen derzeit Verträge mit Landeigentümern des Ortes abzuschließen, um die entsprechenden Pläne voranzutreiben und ihre Bauvorhaben umzusetzen.

Unter den Bürgern wird derzeit über Sinn und Unsinn, Nutzen und Schaden derartiger Anlagen, die nicht unumstritten sind und vielerorts bundesweit für kontroverse Diskussionen sorgen, diskutiert.

 

WAS SAGT DER ORSCHAFTSRAT? WAS WOLLEN DIE BÜRGER?

Mehrheitlich hat sich der Ortschaftsrat gegen diese geplante Windparkanlage ausgesprochen.

So kam es, dass sich ein Teil entschied, eine Bürgerinitiative ins Leben zu rufen, darunter Frank Andres, Steffen Julius und Rolf Schrader vom Ortschaftsrat, sowie Dirk Kretschmar, Andreas Schulz, Carola Keller sowie Hartmut und Annette Jung als Einwohner.

Es wurde Widerspruch eingelegt und nach einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema Windkraftanlagen eine Unterschriftensammlung gestartet.

Bisher haben sich von 560 Wahlberechtigten 366 Einwohner des Ortes deutlich gegen den Windpark ausgesprochen. (Stand 03.05. 2017)

In den Büros der Firmen Böhle, Lodahl und Keller liegen besagte Listen aus und können von Interessierten unterschrieben werden.

HIER können Sie eine Liste downloaden, ausdrucken und ausgefüllt bei den Mitgliedern der Initiative abgeben!


Viele Bürger des Ortes sehen mit großer Sorge den geplanten Bauten entgegen. Allseits bekannt sind mittlerweile die vielen Probleme, die derartige Anlagen für Mensch und Tier mit sich bringen. Weitergehende interessante Einblicke finden Interessierte am Ende des Artikels.

 

 

WAS BEFÜRCHTEN DIE GEGNER DES WINDPARKS?

"Keine Kirche, keine Schule, keine Kneipe und bald auch keine Ruhe mehr"- unter diesem Motto hat die Bürgerinitiative die zu befürchtenden Folgen eines Windparks zusammengefasst:

- eine "Wand" von Windrädern zerstören das landschaftliche Bild

- Attraktivitätsverlust der Ortschaft für junge Familien / Aussterben des Ortes langfristig gesehn

- Zunahme erheblicher Lärmbelästigung

(Einige Bürger klagen jetzt schon über eine Lärmbelästigung durch die bereits bestehenden Windräder)

- Einschränkung der Lebensqualität für alle Bewohner

- Wertminderung der Immobilien des Ortes und nicht zuletzt

- Eingriff in die Lebensräume bedrohter Tierarten wie Feldhamster und Rotmilan

- beim Rückbau der Windräder verbleiben Fundamente im Bördeboden


 

WIE GEHTS WEITER? 

Eine sachliche Auseinandersetzung mit der Thematik, so betonte Mitglied der Initiative Frank Andres, ist eines der wichtigen Ansinnen.

Zu einer ersten Informationsveranstaltung luden die engagierten Männer und Frauen deshalb am 26. Januar 2017 in den Gemeindesaal.

Die eingeladenen Vertreter der Windparkbetreiber entschieden sich kurzfristig, nicht an der Veranstaltung teilzunehmen. Man sah, wie aus einem Absageschreiben hervorging, seitens des Unternehmens CPC Germania aus Rheine aufgrund der hervorgebrachten Argumente der Bürgerinitiative keinen Spielraum für eine entsprechende Diskussion.

Das Interesse der Hordorfer Bürger dagegen war riesig. 

  


Rückblickend auf die Veranstaltung ist in einem Schreiben, das in der lokalen Presse erschien und von Dirk Kretschmar im Namen der Initiative erstellt wurde, zu lesen: Link zur Pressemitteilung

Weitere Informationen und Termine werden zu gegebener Zeit an dieser Stelle veröffentlicht.

 

Link zur Reportage: www.vernunftkraft.de




Am Dienstag, den 21. Februar 2017 um 17 Uhr fand im Dorfgemeinschaftshaus Hordorf eine Informationsveranstaltung zum Thema Entwurf des Regionalen Entwicklungsplanes der Region Magdeburg, Ausweisung von möglichen Windeignungsgebieten statt. Die Stadt Oschersleben (Bode) und der Ortschaftsrat Hordorf luden hierzu ein. 

Lesen Sie HIER das Anschreiben der Initiative zur Veranstaltung.



Offener Brief der Bürgerinitiative
  

Im Februar 2017 wurde ein offener Brief an die Verantwortlichen Entscheider des Landes verfasst. Bitte auf den Link klicken zum Öffnen der PDF-Datei


 

Ansprechpartner der Bürgerinitiative

Frank Andres, Hartmut Jung, Dirk Kretschmar

Kontakt/E-Mail: gegenwindhordorf[at]gmail.com

 

Termine

4. April 2017, 18.30 Uhr, Rittersaal KROTTORF, Einwohnerversammlung der Bürgerinitiative

 

11. Mai 2017 Rathaus Oschersleben, Zusammekunft von Bürgermeister Herr Kanngießer mit den Vorsitzenden der Planungskommission Region Magdeburg, Herr Groß, der Region Harz, Dr. Jung, dem Hordorfer Ortschaftsrat und der Bürgerinitiative "Gegenwind Hordorf"

 

31. Mai 2017, Öffentliche Zusammenkunft der Regionalversammlung mit der Planungskommission in Magdeburg. (Termin unter Vorbehalt)

Wichtiger Hinweis: Interessenten zur Teilnahme können sich an die oben genannten Kontaktpersonen der Bürgerinitiative wenden!