Hochwasser in Hordorf

1535
Großes Hochwasser durch den Anschluß des Bruchgrabens an die Bode

1741
Hochwasser mit beträchtlichen Schäden in den Feldern und im Dorf

1753
In der Nacht vom 17. zum 18. Februar kam es, bedingt durch ungewöhnlich warme Witterung nach lange anhaltendem Frost, zu einem derartigen Hochwasser, daß nicht nur Hordorf, sondern auch Krottorf, Großalsleben und die Felder bis Oschersleben unter Wasser standen

1815
Durch wiederholtes starkes Hochwasser ist der Weg um das westliche Ende des Dorfes durch viele Untiefen sehr beschwerlich und zur Nachtzeit sehr gefährlich geworden. Die Felder hinter der Brücke mußten mehrfach bestellt werden, ohne daß man eine volle Ernte bekam.

1833
Auf Grund extremer Witterungsbedingungen starkes Hochwasser
Die Bewohner gefährdeter Häuser an der Bode mußten ihr Hab und Gut in Sicherheit bringen. Diese Anweisung galt aber ebenso für die übrige Bevölkerung. Es wurde der Antrag gestellt, durch einen Dammdurchschnitt die Grundstücke der Kirche - Kirchhof und Pfarrhaus- gegen Hochwasser zu sichern. Nach Meinung des Wasserbauinspektors überschätzte man die Gefahr und, da die Kosten zu Lasten der Kirche gingen, nahm man von dem Vorhaben Abstand, mußte aber beim nächsten Hochwasser zusehen, wie Teile der Wiese mit den aufgesetzten Saatdiemen und sogar die Weidenbäume des Herrn Pastor vom Wasser fortgetrieben wurden.

1855
Große Verwüstungen durch Frühjahrshochwasser

1866
Hochwasser zur Erntezeit richtet großen Schaden an

1880
Die Bode trat fünfmal über die Ufer

1886
An der Bodebrücke muß eine große Reparatur zur Behebung der aufgetretenen Schäden durch ständiges Hochwasser vorgenommen werden.

1925
Durch starkes Hochwasser wurde die Bodebrücke weggerissen. Eine Generalreparatur war dringend erforderlich. Der Antrag wurde 1926 vom Kreisausschuß abgelehnt mit der Begründung, daß diese Brücke nicht vorwiegend dem allgemeinen Verkehr diene. Durch Eingaben und eingeholte Gutachten durfte der Neubau 1927 erfolgen.

 

 Hochwasser 1925, Blick auf Hordorf
© Wolfgang Grygiel


1926/1928

Hochwasser richtet großen Schaden am Gemeindeacker an


1929
Wieder große Überflutungen zum Jahreswechsel. Der Ort steht teilweise unter Wasser.

1947
Großes Hochwasser zur Zeit der Frühjahrsbestellungen. Erschwerend kommt noch dazu, daß antreibende Eisschollen eine Gefährdung der Bodebrücke darstellen. Teile des Ortes sind überflutet und Auswärtige werden gebeten, von einem Besuch ihrer Angehörigen Abstand zu nehmen, da für eine sichere An- und Abreise nicht garantiert werden könne.

 

1994
Erste Hochwassermeldungen gab es im Januar und in der zweiten Märzhälfte. Auf Grund anhaltenden Regens am 12. April kam es am 13. April zu einem extremen Hochwasser, bei dem Hordorf total von der Außenwelt abgeschnitten wurde.
Meterhoch standen die Straßen unter Wasser. Selbst die älteren Einwohner konnten sich an ein Hochwasser solchen Ausmaßes nicht erinnern. Feuerwehr und freiwillige Helfer, an der Spitze Bürgermeister Schrader, waren pausenlos im Einsatz. Aus den Nachbarkreisen kamen das THW, aus Schöningen und Helmstedt die Feuerwehrbereitschaft zu Hilfe. Die Hilfsbereitschaft war einfach überwältigend. 
Bei einer ersten Kontrolle wurde festgestellt, daß in Hordorf 270 Haushalte geschädigt sind, davon 150 schwer. Man spricht von einem traurigen " Jahrhundertereignis" 
Als erste Konsequenz wurden die Schutzwälle an der Bode erhöht.

 

Hochwasser im Kirchenwinkel